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Institut für die Geschichte
der Resistenza und für Zeitgeschichte in Modena
Das Geschichtsinstitut in Modena ist ein nichtkommerzielles Kulturinstitut.
Es wurde 1950 von einigen Antifaschisten und Partisanen, unter ihnen
Alfeo Corassori, dem Bürgermeister von Modena, mit dem Ziel gegründet,
Originaldokumente zu verwahren und die Befreiungsbewegung im Kreis Modena
zu erforschen. Im Laufe der Jahre, offiziell aber seit 1987, hat sich
das Institut zu einem Institut für Zeitgeschichte entwickelt und
beschäftigt sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Institut kann dank der finanziellen Beiträge der Städte,
Gemeinden und der Kreisverwaltung Modena bestehen, welche sowohl die
der Bevölkerung durch das Institut angebotenen Dienstleistungen,
als auch dessen didaktischen und kulturellen Initiativen anerkennen.
Auch Vereinigungen wie die Partisanenverbände, die Arbeiterkammer
und der Kreisverband der Genossenschaften in Modena sind Mitglieder
des Instituts.
Das Geschichtsinstitut verfügt über einen bemerkenswerten
Reichtum an Dokumenten: Ein aus über 120 verschiedenen Quellen
bestehendes Geschichtsarchiv zur Geschichte des Kreises Modena im 20.
Jahrhunderts, eine Spezialbibliothek zum Thema Zeitgeschichte, ein Fotoarchiv
sowie ein Audio- und Videoarchiv. Alle diese Einrichtungen können
kostenlos und jederzeit zugänglich von der Öffentlichkeit
genutzt werden.
Ein wichtiger Teil der Arbeit des Institutes ist die Weiterbildung der
Geschichtslehrer und die Erstellung didaktischen Materials. Die kulturellen
Aktivitäten reichen von geschichtlichen Forschungen, der Realisierung
von Ausstellungen, öffentlichen Debatten, Seminaren und Kongressen
bis zu Veröffentlichungen von Büchern zur Geschichte, der
Herausgabe der Zeitschrift für Geschichtsforschung "Novecento"
und der wissenschaftlichen Leitung des Museums der Partisanenrepublik
Montefiorino.
Das Geschichtsinstitut in Modena ist Teil des landesweiten Netzes der
Institute für die Geschichte der Resistenza. Ihm gehören derzeit
mehr als 60 Einrichtungen an, sie alle sind im Nationalen Institut für
die Geschichte der nationalen Befreiungsbewegung in Italien mit Sitz
in Mailand vereint. Dieses Netz von Instituten ist heute das in Italien
am besten gegliederte und ausgebaute hinsichtlich des Studiums der Zeitgeschichte
(nach den Universitäten), der Sammlung und kontrollierten Konservierung
geschichtlicher Dokumentationen (nach den staatlichen Archiven) sowie
der Aus- und Weiterbildung von Lehrern. Das nationale Institut und das
von ihm koordinierte landesweite Netz sind mit dem Gesetz Nr. 3 vom
16. Januar 1967 staatlich anerkannt.
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